Gewissenhaftigkeit
Gewissenhaftigkeit ist einer der Big-Five-Persönlichkeitsfaktoren und misst die Tendenz zu Selbstdisziplin, Organisation, Zielorientierung und Zuverlässigkeit.
Gewissenhaftigkeit ist eine der fünf großen Dimensionen des Big-Five- bzw. OCEAN-Persönlichkeitsmodells. Sie misst, wie organisiert, verlässlich, diszipliniert und zielgerichtet eine Person ist.
Facetten der Gewissenhaftigkeit (IPIP-NEO)
- Kompetenz: Glaube an die eigene Fähigkeit und Wirksamkeit
- Ordnung: Vorliebe für Struktur, Übersichtlichkeit und systematische Vorgehensweisen
- Pflichtbewusstsein: starkes Verantwortungsgefühl und Orientierung an ethischen Prinzipien
- Leistungsstreben: Ehrgeiz und Antrieb, hohe persönliche Standards zu erfüllen
- Selbstdisziplin: Fähigkeit, trotz Ablenkungen und schwieriger Aufgaben dranzubleiben
- Besonnenheit: Tendenz, vor dem Handeln sorgfältig nachzudenken
Zusammenhänge im echten Leben
Hohe Gewissenhaftigkeit ist der stärkste nicht-kognitive Prädiktor beruflicher Leistung in nahezu allen Branchen (Barrick & Mount, 1991). Sie hängt außerdem mit akademischem Erfolg, gesundheitsbezogenem Verhalten wie regelmäßigem Sport und niedrigeren Rauchquoten sowie mit Langlebigkeit zusammen.
Die Entwicklungsperspektive
Anders als viele Merkmale nimmt Gewissenhaftigkeit durch strukturierten Aufbau von Gewohnheiten häufig bedeutsam zu, besonders im Alter von 20 bis 40 Jahren. Damit gehört sie zu den Merkmalen, die am stärksten auf bewusste persönliche Entwicklung reagieren.